Genealogie Ullmann - Ahnenforschung für private Zwecke
Ziel der Homepage ist es, einen kleinen Einblick in die private Ahnenforschung zu geben und durch die Publikation ausgewählter Daten, weitere Kontakte zu anderen Familienzweigen zu bekommen und intern weitere Ahnengemeinschaften zu heute lebenden Personen zu dokumentieren.
Allgemeines
Auf den fünf Seiten der Homepage finden Sie Informationen über den Familiennamen ULLMANN und über bekannte Namensträger, Informationen zu Ahnengemeinschaften und Informationen zu den Vorfahren des Autors und seiner Ehefrau. Von den Vorfahren werden die ältesten bekannten Ahnen und bei Prominenz auch diese Personen der Ahnenliste genannt. Diese Liste finden Sie auf der Seite Spitzenahnen Ullmann.
Die verschiedenen Homepageseiten können im Menü (ganz oben) durch das Ancklicken der Buttons angewählt werden. Auf allen Seiten kann man teilweise sehr weit nach unten scrollen. Die in den Texten unterstrichenen Wörter sind in der Regel links. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist der jeweilige Autor verantwortlich.
Die mehrfach gegebene eigene Nachfahrenschaft (mit mindestens neun Implexen) vom Rechenmeister Adam RIES und vom bedeutendsten Chronisten des Erzgebirges Christian LEHMANN v. LEHENTHAL und von den Nürnberger Patriziern ist ausreichend erforscht und durch Genealogen publiziert worden. Zu diesen Stammbäumen wird hier nur ansatzweise Bezug genommen. Diese Ahnenlisten können bei den relevanten Genealogen bzw. genealogischen Vereinen eingesehen werden. Eine Auswahl der Wappen, welche in den Familien der Vorfahren bzw. Ahnengemeinschaften geführt wurden bzw. werden, ist im rechten Bereich der Seiten zu sehen.
News - aktualisiert am 11.03.2026
Zu folgenden Ahnenlinien werden aktuell noch Hinweise und weitere Quellennennungen gesucht. Sollten Sie Hinweise haben, verwenden Sie bitte das Kontaktformular.
Inhaltsverzeichnis - neue Nachforschungen und tote Punkte (auf dieser Seite):
1. Der Prinzenretter
2. Die Fehde in Südtirol
3. Der Müntzersche Bauerntumult
4. Die Deutschbrasilaner
5. Die Verwandten von Martin LUTHER in Bockau
6. Die Geigenmacherdynastie Egerland aus Klingenthal
7. Gold, Blech und Gummi -wird demnächst aktualisiert-
8. Our Kingdom Come
9. Vom Waffenhändler zum Arzneihändler und zum Musikinstrumentenbauer
10. Keine Werbung für den Privatsender RTL, aber für die Sängerin Lisa WOHLGEMUTH
11. Die adlige Familie LEHMANN VON LEHENTHAL
12. Die Mormonen - Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
13. Thomas EDISON`s Schwiegersohn ist unser Verwandter !
14. Der Nobelpreisträger Max DELBRÜCK und weitere Nachfahren unseres Vorfahrens Peter LEHMANN VON LEHENTHAL
15. Das Hamburger Original "AALE-AALE"
16. Schokolade, Vitamine und Atomkraft
17. Die "Hessische Bleiche", das Schloss Wernersdorf im Hirschberger Land
18. August UHLMANN und das Köstritzer Schwarzbier
19. Urururomas Geschwister im Elsaß
20. Sauerstein - vom hochadeligen Jäger zum Handschuhfabrikanten
21. Das böhmische ULLMANN-Familienwappen mit sächsischen Ursprung von 1450
22. Weitere ULLMANN-Wappen - aktualisiert -
23. Pressenotizen zu "jüngeren" Vorfahren wurden gefunden (siehe Spitzenahnenliste)
24. Unsere Verwandten in den USA - Auswanderer aus dem Erzgebirge
25. Unser Vorfahr Oswald ULMAN(N) aus Lauter könnte identisch mit dem gleichnamigen Rechenmeister aus Freiberg sein!
26. Die Vorfahren der ULLMANN- Bergmeister aus Neudek stammen aus Lauter? -aktualisiert-
27. Weitere Ahnengemeinschaften in den USA - Recherchen zu Vorfahren aus der deutsch-böhmischen Region - "neue" Vorfahren mit dem Namen HUSS - Könnte der "Ketzer" Jan HUS(S) dieser Familie zuzuordnen sein?
28. Dank der Digitalisierungsprojekte der tschechischen Historiker konnte in den Kirchenbüchern des böhmischen Erzgebirges die eigene Johanngeorgenstädter Familien-Vorfahrenlinie SIEGEL in dem benachbarten böhmischen Ort Platten (tschech.: Horní Blatná) und deren Ursprung aus dem sächsischen Eibenstock nachgewiesen werden. Auch konnte die Einheiratung "unseres" Zinnschmelzer-Geschlechts SIEGEL in die Bergmeisterfamilie RAPPOLT im Jahre 1578 in Platten nachgewiesen werden, welche vermutlich zum am 19.01.1500 von Kaiser Maximilian geadelten "Stammvater" und bedeutenden Montanunternehmer, dem "Silberkönig" Friedrich RAPPOLT führt.
29. Der historische Familienname OLMI könnte als weitere Ursprungsmöglichkeit von ULM/ ULMANN/UHLMANN/ULLMANN- Familienzweigen erforscht werden.
30. Der Vater des späteren polnischen Königs bzw. der spätere Großvater der Ehefrau von Ludwig XV. von Frankreich hatte im Jahr 1681 unserem vermeintlichen Vorfahren Georg FROMMELT (*um 1630) den Hausverkauf in Lissa urkundlich genehmigt. - neu -
31. Den vermeintlichen Vorfahren-Familien LÖBEL / LÖBL und KESSELHUT / KETELHODT aus Wunsiedel wurde oft eine uradelige Abstammung zugeschrieben. War dies nur eine alte gern erzählte Familiensage?
32. Wer war das seliggesprochene katholische Ehepaar ULMA?
- aktualisiert -
1. Der Prinzenretter
Die Nachfahrenschaft von Georg Schmidt, dem Retter von Prinz Albrecht, welcher der Sohn von Friedrich II., Kurfürst von Sachsen, Markgraf von Meißen und Landgraf von Thüringen war (siehe Sächsischer Prinzenraub bzw. Altenburger Prinzenraub), ist sehr wahrscheinlich. Mehrere Vorfahrenlinien berichten von dieser Abstammung (unter anderem die Linien Groschupff und Vogelhaupt).
So berichtet die Stadtchronik von Annaberg, dass der Verwandte von Johann Vogelhaupt (Magister, Rektor und Archidiakon der St.Annenkirche in Annaberg), der Oßwalt Vogelhaupt ist. Dieser wird in der Chronik von Schneeberg als Enkel des Prinzenretters, also als Enkel des oben genanntem Georg Schmidt genannt. Nachfahren des oben genannten Prinzenretters nannten sich später auch "Triller" (von "Verdrillen"="Verprügeln").
Siehe: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9d/Obelisk_Fuerstenbrunn.jpg
2. Die Fehde in Südtirol
Die Nachfahrenschaft von Andreas Päßler aus Südtirol wird auch in Familiensagen beschrieben. Andreas Päßler aus Antholz (Südtirol) ist als Wiedertäufer nach Mähren ausgewandert und soll identisch sein, mit dem eigenen Vorfahren Andreas Päßler, dessen Kinder als Exulanten aus Böhmen nach Sachsen gekommen sind. Leider klären die bisherigen Nachforschungen von Genealogen nicht endgültig, ob die Familiensage der Abstammung von der Südtiroler Päßler-Sippe (mit dem Fischerwappen) der Wahrheit entspricht. Schlüssel könnte ein Kirchenbucheintrag von St.Joachimsthal (tschechisch Jachimov) von 1547 sein, worin der Name und die Herkunft des Brautvaters von Christina Pessler, wie folgt angegeben wird: "... Nickel Pessler von Olsenitz..." (Quelle: Roland Paeßler). Dieser Nickel Pessler ist der Sohn vom Vorfahren Andreas Pessler. Aktuell geht man davon aus, dass der Ort Olsenitz in Mähren liegt und nicht nur der Herkunftsort des Nickel Pessler und seines Vaters Andreas Pessler ist, sondern dass dies auch der Immigrationsort des Tiroler Andreas Päßler sei. Allerdings gibt es mehrere Olsenitz. Ein Olsenitz (Ölsnitz, Elschnitz) liegt zum Beispiel nicht in Mähren, sonden in der Nähe vom oben genannten Joachimsthal in Böhmen und gehört zum Dorf Jokes (tschechisch Jakubov).
siehe: http://www.genealogy.net/reg/SUD/bez-joachimsthal/jokes.html
Andere Olsenitz nennen sich heute anders und befinden sich auch nicht in Mähren (Oelsnitz bei Plauen, Oels in Schlesien). Der Familienname Päßler (Peßler) kam außerdem auch schon um 1490 in Freiberg in Sachsen und 1486 im Raum Zwickau vor. Möglich wäre also auch eine Nachfahrenschaft von diesen Päßler, falls diese nach Böhmen und im Zuge der Gegenreform wieder zurück nach Sachsen gezogen sind. Diese "ursächsischen" Pesler stammen eventuell von der fränkischen Sippe Pesler (Bessler) ab, dort wurde aber ein anderes Wappen geführt.
Der Südtiroler Andreas Päßler ist der Bruder des Peter Päßler. Beide waren wie der Vater Hans Päßler bischöfliche Fischer in Antholz im Pustertal in Südtirol. Sie stammen vom Vorfahren Peter Päßler ab, welcher vor seinem Tod im Jahr 1473 Lehensträger in Antholz war. Dessen Schwiegervater Lienhart Mesner (Messner) besaß bereits vor 1450 das Sintlehen (Botenlehen) zu Aufhofen (Bruneck im Pustertal). Die Familie Mesner (Messner) wird schon um 1300 im Wipptal in Südtirol erwähnt. Nach dem Entzug des hochherrschaftlichen Fischereirechts der Familie Päßler durch den Landesherren, den Bischof von Brixen im Jahr 1523, löste die Familie Päßler eine Fehde aus. Peter Päßler wurde in Folge der Fehde zum Tode verurteilt, aber einen Tag vor dem Hinrichtungstag am 09.05.1525 von seinen Gefährten aus der Haft in Brixen befreit. Bei dieser Gelegenheit bemächtigte man sich auch gleich der Stadt Brixen. Im Jahr 1526 war Peter Päßler Anführer des Pinzgauer Bauernheeres (Tiroler Bauernaufstand) und setzte später von Venedig aus seinen Widerstand fort. Nun mit 200 Gulden Kopfgeld gesucht, wurde er am 18.10.1527 in Peischelsdorf im Friaul durch einen Verräter aus den eigenen Reihen aus dem Hinterhalt erschossen. Einige Päßler Familienmitglieder wanderten nun nach Mähren aus (Exulanten und Wiedertäufer). Von dort wanderten Sie der Familiensage nach ins böhmische Erzgebirge und wechselten dann wieder im Zuge der Gegenreformation als Exulanten auf die sächsische Seite des Erzgebirges. Andere Mitglieder der Familien Päßler und Messner leben noch heute in Südtirol.
Interessant wäre auch, ob sich über den oben genannten um 1450 lebenden Lienhart Mesner (Messner) aus dem Pustertal in Südtirol, eine Ahnengemeinschaft mit dem in Brixen geborenen Südtiroler Extrembergsteiger Reinhold Messner, der heute das Schloss Juval bewohnt, nachweisen lässt.
Siehe: http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Peter_P%C3%A4ssler#_ref-0
3. Der Müntzersche Bauerntumult
Die Nachfahrenschaft von Thomas Rebentisch dem Älteren, Richter von Königswalde bei Annaberg in Sachsen, welcher als ein regionaler Anstifter und Anführer von Aufständischen im Bauernkrieg (Müntzersche Bauerntumult) bekannt wurde, wird aktuell durch Genealogen erforscht.
4. Die Deutschbrasilianer
Aktuell wird auch zu den eigenen Familienlinien geforscht, welche Mitte des 19. Jahrhunderts nach Brasilien ausgewandert sind. Dazu gehört auch die verwandtschaftliche Linie der Deutschbrasilianischen Familie Wagner, welche aus Johanngeorgenstadt bzw. Rittersgrün (Breitenbrunn) in Sachsen stammt. Auch Nachfahren der verwandten Familie Siegel sind nach Brasilien ausgewandert.
In Brasilien wird diese Wagner-Linie als Stammfamilie der dortigen Wagner geführt. Stammvater ist der Sohn Karl Friedrich WAGNER, welcher 1853 in Niederplanitz (Zwickau) geboren wurde und 1932 in Itaiopolis (Santa Catarina, Brasilien) verstorben ist. Er ist der Sohn von Johann August WAGNER und Emilie Ernestine SIEGEL, welche beide aus Johanngeorgenstadt stammen.
Karl Friedrich WAGNER und andere Deutsche Immigranten errichteten in Brasilien typisch Deutsche Siedlungen. Die ersten Gebäude wurden in der in Sachsen bekannten Fachwerk-Bauweise und später auch in Massiv-Bauweise mit modernem Mineralputz errichtet. In der Gründerzeit waren diese Orte denen der im entfernten Deutschland vorhandenen Orte zum Verwechseln ähnlich. Die deutsche Sprache wurde weiterhin gepflegt. Die in Brasilien geborenen späteren sächsischen Generationen heirateten dort auch in andere europäische Immigrantenfamilien ein. Die Sprachen vermischten sich, die Baustile der Gebäude ebenso. Portugiesisch ist heute die Muttersprache.
Besonders wertvoll sind die in Brasilien noch vorhandenen alten Familienfotos. Im Gegensatz zu den in Deutschland zwischenzeitlich verschollenen Familienfotos, wurden in Brasilien diese alten Fotos als wertvolle Erinnerungsstücke aufbewahrt und haben nun als Digitalkopie auch wieder den Weg in die alte Heimat nach Deutschland gefunden.
Neben den Nachfahren dieser WAGNER-Vorfahrenlinie, sind auch Mitglieder aus einer anderen Vorfahrenlinie, einer weiblichen ULLMANN-Vorfahrenlinie (aus dem Musikwinkel) nach Brasilien ausgewandert. Die beiden brasilianischen Familienzweige erfahren erst durch die heutige gemeinsame Familienforschung, von ihrer verwandschaftlichen Beziehung.
5. Die Verwandten von Martin Luther in Bockau
Der Cousin der Reformators Dr. Martin Luther, Johann LINDEMANN (*um 1488/1493 in Neustadt a.d. Saale, + 18.04.1554 Schweinfurt) hat einen gleichnamigen Sohn Johannes LINDEMANN (*um1547 in Auerbach im Vogtland und +30.10.1621 Bockau) gehabt, welcher in Bockau im Erzgebirge Schulmeister war. Bisher konnten schon mehrere Nachfahrenschaften, über zwei Linien seiner Enkelinnen, zu heute lebenden Personen nachgewiesen werden.
Sollten anderen Forschern weitere Linien bekannt sein, freue ich mich über weitere Informationen.
Der Pfarrer, Sprachforscher und Chronist Georg KÖRNER widmete einem LINDEMANN Nachfahren aus Bockau seine "Bockauische Chronik" von 1763.
6. Die Geigenmacherdynastie Egerland aus Klingenthal
Die Familie EGERLAND (EGERLÄNDER) ist vermutlich aus dem Egerland in das benachbarte Vogtland, nach Klingenthal gezogen. Georg Egerländer ist der Stammvater der Klingenthaler Geigenmacherdynastie EGERLAND.
Erforscht wurde, ob die eigene Vorfahrin, Johanna Sophia EGERLÄNDER, welche um 1750 in Klingenthal geboren wurde und am 19.08.1802 in Johanngeorgenstadt verstorben ist, auch aus dieser Geigenbauerfamilie abstammt. (Ja, siehe Seite Ahnengemeinschaften und Punkt 9 auf dieser Seite)
7. Gold, Blech und Gummi
Die unter Punkt 6 genannte Vorfahrin Johanna Sophia EGERLÄNDER hatte um 1775 in Klingenthal den Bergmann Christian Friedrich SIEGEL geheiratet, welcher am 05.03.1745 in Johanngeorgenstadt geboren wurde und dort am 26.01.1793 verstarb.
Deren Sohn Karl Friedrich SIEGEL (*15.10.1779 in Johanngeorgenstadt) war selbstbauender Gewerke und hatte mit seiner Frau Johanne Rahel SCHNEIDER mindestens drei Kinder.
Eine Tochter des Ehepaares ist unsere Vorfahrin Henriette Emile SIEGEL (*07.06.1812 in Johanngeorgenstadt).
Eine andere Tochter ist Emilie Ernestine SIEGEL (*08.11.1814 in Johanngeorgenstadt). Deren Sohn Karl Friedrich WAGNER ist der Stammvater des nach Brasilien ausgewanderten Familienzweiges. (siehe Punkt 4)
Ein weiteres Kind des Ehepaares war Julius Hermann SIEGEL (*08.06.1817 in Johanngeorgenstadt). Er war Goldarbeiter und gab das Gewerbe wiederum an seinen Sohn Robert Feodor SIEGEL (*07.11.1848 in Taucha) weiter. Geografisch waren die "Gold"-SIEGEL unter anderem in Johanngeorgenstadt, Pössneck und Taucha bei Leipzig aktiv.
Interessant ist auch, dass der Schwager von Robert Feodor SIEGEL, also der Bruder seiner Frau Bertha Friederike, der Prof. Dr. Friedrich Karl Emil DECKERT (*26.02.1848 in Taucha, Lehrstuhlinhaber in Frankfurt) war, welcher wiederum mit Fanny GOODYEAR (*25.04.1860 in Washington, +05.10.1916 in Bad Homburg vor der Höhe) verheiratet war. Fanny GOODYEAR ist die Tochter von Charles GOODYEAR, dem Erfinder des Hartgummis, nach dem der US-amerikanische Reifenkonzern GOODYEAR benannt wurde. Charles GOODYEAR wurde im Jahr 1851 auf der Pariser Ausstellung, an der auch Napoleon III. teilnahm, das Kreuz der französischen Ehrenlegion verliehen. 1855 stellte Goodyear das erste Gummi-Kondom der Welt her. Trotz aller Erfindungen und Ehrungen war er kein guter Geschäftsmann und starb mittellos.
Aber nun wieder zurück vom Gummi, hin zum Gold und zum Eisenblech. Aus bisherigen Forschungen geht hervor, dass die Herstellung dünner Eisenbleche in Sachsen, auf einem Erfahrungsaustausch im Jahre 1826 zwischen unserem Verwandten Carl Gotthilf NESTLER und dem Goldschmied Daniel SCHMIDT in Johanngeorgenstadt basieren soll. Der Goldschmied hatte ein kleines Walzengerät, worin durch die Kraft kleiner Rollen, die Goldbleche dünner gewalzt werden konnten. Dies machte sich nun auch Carl Gotthilf NESTLER zu Nutze. In der Haberlandmühle baute er erfolgreich das erste sächsische Blechwalzwerk ein. Später kaufte er weitere Unternehmen und gründete mit seinem Schwiegersohn Eduard Wilhelm BREITFELD (siehe weiter unten) die Firma NESTLER & BREITFELD.
Interessant wäre nun, ob es familiäre Verbindungen zwischen dem oben genannten Goldschmied Daniel SCHMID und dem später geborenen verwandten Goldarbeiter Julius Hermann SIEGEL gibt. Ebenso ist es wahrscheinlich, dass Nachfahren unserer Vorfahrin Henriette Emilie SIEGEL, verheiratet mit Christian Gottlieb SOLBRIG, Goldschmiede im Raum Zwickau, Leipzig und Dresden waren. Bei den Taufen von Siegel-Solbrig-Kindern werden "Goldschmiede-Solbrigs" als Paten genannt.
Belegt ist bisher auch die Bekanntschaft der Familie Siegel mit der Familie Breitfeld. Bei der kirchlichen Taufe unserer oben genannten Vorfahrin Henriette Emile SIEGEL (*07.06.1812 in Johanngeorgenstadt), ist die "Frau Friedericke Breitfeld, Carl Wilhelm Breitfelds, gewesener Bürger und Zinngießers auch Spitzenhändlers und Viertelsmeisters allhier hinterlassene Witwe" Patin gewesen.
Die genannte Patin Friedericke BREITFELD war die Mutter von Eduard Wilhelm BREITFELD, dem Schwiegersohns des oben genannten Carl Gotthilf NESTLER, dem "Blechwalzer".
Eduard Wilhelm BREITFELD (*31.07.1803 in Johanngeorgenstadt) war 1869 Commerzienrath und Friedensrichter in Erla, erhielt 1872 das Ritterkreuz des Civilverdienstordens und wurde wahrscheinlich 1874 Ritter des Königlich Sächsischen Verdienstordens. Er war als Hammerwerks- und Zechenbesitzer mit ausgedehnten Industrieansiedlungen im Erzgebirge bekannt gewesen. Sein Sohn Carl Wilhelm Guido BREITFELD führte das Familienunternehmen NESTLER & BREITFELD weiter.
8. Our Kingdom Come
Mehrere Englische Genealogen haben die Herkunft ihres Königshauses erforscht. Hier wäre interessant, in wie weit diese Ahnenliste belegbar ist und ob die Forschung auf nachprüfbaren Quellen beruht. Sollte diese Ahnenliste stimmen, wäre der Prinz Franz Albrecht August Karl Emanuel von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen und späterer britischer Prinzgemahl (*26.08.1819 Schloss Rosenau bei Coburg; + 14.12.1861 Schloss Windsor, Berkshire,England), ein Nachfahre der Familie von Gründlach. Da die Familie von Gründlach laut deutschen und österreichischen Genealogen zu den eigenen Vorfahren gehört, würde somit eine Ahnengemeinschaft über den gemeinsamen Vorfahren Herdegen von Gründlach (*um 1205; + 11.12.1272 im Kloster Heilsbronn) bestehen. Somit würden sich auch weitere Ahnengemeinschaften belegen lassen, wie z.B. mit Charles Philip Arthur George Mountbatten-Windsor, Fürst von Wales und Herzog von Cornwall (*1948 in Buckingham Palace in London) und weitere Ahnengemeinschaften könnten überprüft werden, wie zum Beispiel mit Reichskanzler Fürst Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen (*01.04.1815 in Schönhausen; 30.07.1898 in Friedrichsruh), mit Sir Winston Leonard Spencer-Churchill (*30.11.1874 in Woodstock; 24.01.1965 in London) und mit dem 2013 amtierenden britischen Premierminister David William Donald Cameron (*09.10.1966 in London).
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Unerforscht sind aktuell auch noch die möglichen verwandschaftlichen Beziehungen zu der aus Zwickau stammenden Familie des Harry Paul Ullmann. Seine Tochter Claudia (verh. Gräfin von Schönburg-Glauchau), hatte den Cousin von Fürstin Gloria von Turn und Taxis (geb. von Schönburg-Glauchau) geheiratet. Dessen Bruder heiratete 1976 in die Familie OPEL ein. Die Familie SCHÖNBURG gehört zu den alten sächsisch-thüringisch-böhmischen Adelsgeschlechtern. Deren sächsische Besitztümer befinden sich im Landkreis Zwickau.
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Das auf der Seite Ahnengemeinschaften genannte erzgebirgische Geschlecht der Hammerwerksbesitzerfamilie KLINGER, ist durch Einheiraten in das Hammermeister-Geschlecht derer VON SCHMERTZING, mit dem heutigen Hochadel, so auch mit dem Schwedischen Königshaus verwandtschaftlich verbunden. Während der aktuellen Recherchen und Sichtung von Familienbüchern, konnten auch schon fehlerhafte bzw. falsche (im Internet kursierender) Nachfahrenzuordnungen ermittelt werden. Trotzdem gibt es vermutlich noch eine größere Anzahl heute lebender KLINGER-Nachfahren, welche somit eine Ahnengemeinschaft mit dem Schwedischen Königshaus haben.
9. Vom Waffenhändler zum Arzneihändler und Musikinstrumentenbauer
Durch die Nachforschungen zur Vorfahrenlinie EGERLAND aus Klingenthal, bin ich über weitere Musikinstrumentenbauer-Vorfahren und Vorfahren aus der Holzverarbeitungsbranche in der Gegend um Klingenthal, zu den Rohrschmieden und Waffenherstellern nach Suhl gekommen.
Bisher hätte ich nie vermutet, dass unter den eigenen Vorfahren auch Waffenhersteller und Waffenhändler waren, welche damals ganz Europa mit Waffen beliefert hatten. Es gibt sogar genealogische Implexe bei diesen Vorfahrenlinien. Familiennamen welche in direkter Linie zu den Büchsenmachern des Mittelalters führen, sind zum Beispiel EGERLAND, PETERHÄNSEL, SCHLOTT und KLETT. Bereits im 16.Jahrhundert zählte die KLETT-Familie, zu den bekanntesten Waffenlieferanten in der Branche. Auch Wallensteins Armee wurde mit Waffen beliefert. Nachfahren meiner KLETT-Vorfahren sind noch heute in dieser Branche aktiv.
Erfreulich ist, dass auch wieder einmal der Familienname ULLMANN, als weitere neue Vorfahrenlinie bei den Recherchen, entdeckt wurde. Ob diese ULLMANN-Vorfahrenlinie den gleichen Stammvater, wie meine männliche Vorfahrenlinie hat, konnte noch nicht erforscht werden. Dieser "neue" ULLMANN-Stamm hatte auch Arzneihändlerdynastien und Musikinstrumentenbauer hervorgebracht. ULLMÄNNER haben Streichinstrumente und Blechblasinstrumente hergestellt. Diese ULLMANN-Musikinstrumente werden heute in den internationalen Auktionshäusern gehandelt, stehen in Museen oder werden zum Glück noch bespielt.
Siehe Seite"Ahnengemeinschaften" .
10. Keine Werbung für den Privatsender RTL, aber für die Sängerin Lisa Wohlgemuth
Vor geraumer Zeit viel mir bei der Sichtung unserer Ahnengemeinschaften der Name BIERNAT auf. Herr BIERNAT aus Schlesien heiratete unsere Verwandte Frau PETZOLD aus Crottendorf. Ob Deutschlands erfolgreichste TV-Produzentin, Frau Ute BIERNAT (z.B. "DSDS-Deutschland sucht den Superstar"), deren Eltern auch aus Schlesien kommen, mit unserem BIERNAT aus Crottendorf verwandt ist, ist vollkommen egal. Egal ist nicht, dass die Großeltern der DSDS-Kandidatin (Staffel 2013) Lisa WOHLGEMUTH in Crottendorf leben und Ihre Urgroßmutter die Cousine unseres Großvaters war. (weiter siehe Seite Ahnengemeinschaften)
11. Die adlige Familie LEHMANN VON LEHENTHAL
Im Rahmen der genealogischen Forschungen zu Vorfahren unserer Großmutter ist der Familienname LEHMANN bei ihren Vorfahren in den Kirchenbüchern von Scheibenberg im Erzgebirge aufgetaucht. Weitere Recherchen belegten nun die direkte Nachfahrenschaft von Christian LEHMANN, dessen Urgroßvater Peter LEHMANN am 20. September 1562 durch Kaiser Ferdinand in den erblichen Adelsstand erhoben worden ist.
12. Die Mormonen - Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (LDS Church)
Im Zuge der Vorbereitungen zum Familientreffen der Familie meiner Großmutter, habe ich deren väterliche Vorfahren in den evangelischen Kirchenbüchern und anderen genealogischen Quellen bis in das 16.Jh. zurückverfolgen können. Bei Recherchen zu weiteren Nachfahren unseres Stammvaters Veit BURKHARDT/BURKERT (*um 1505 in Walthersdorf) ist mir aufgefallen, dass insbesondere in der Datenbank der Mormonen eine umfangreiche Nachfahrenschaft dieses BURKHARDT-Stammvaters dokumentiert ist. Wie sich nun herausgestellt hat, führt eine Nachfahrenlinie auch zum höchsten Repräsentant der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage in der ehem.DDR, zum damligen Präsidenten des Tempels der Mormonenkirche in der DDR, zu Johannes Henry BURKHARDT (* 25.11.1930 in Chemnitz). (siehe Ahnengemeinschaften)
Weitere Ahnengemeinschaften mit anderen Vorfahrenlinien führen auch zu Mormonen nach Süd- und nach Nordamerika, dort sogar in die 1847 durch Mormonen gegründete Hauptstadt des US-Bundesstaates Utah, nach Salt Lake City.
13. Thomas EDISON`s Schwiegersohn ist unser Verwandter !
Während unseres Urlaubes im September 2013 sind wir als interessierte Touristen in das EDISON-Museum in Fort Myers gegangen. Als Erfinder interessiert man sich selbstverständlich auch für berühmte Erfinder. Als Hobbygenealoge schaut man sich außerdem auch die Namensschilder unter den Fotos und Exponaten in den Museen etwas genauer an. Und hierbei ist es tatsächlich passiert, dass man vollig unerwartet, im tausende Kilometer entfernten EDISON-Museum liest, dass ein entfernter Verwandter aus Sachsen, die Tochter des amerikanischen Erfinders Thomas Alva EDISON, die Marion Estelle EDISON, geheiratet hat ! Aktuell wird nun die relevante OESER-Ahnenlinie bzw. der Stammbaum unseres OESER-Stammvaters vervollständigt. (Näheres folgt später auf der Seite "Ahnengemeinschaften")
14. Der Nobelpreisträger MAX DELBRÜCK und weitere Nachfahren unseres Vorfahrens PETER LEHMANN VON LEHENTHAL
Unter den Nachfahren der Familie LEHMANN VON LEHENTHAL befinden sich neben vielen ranghohen Militärs auch berühmte Wissenschaftler, Industrielle und Politiker. Einen kleinen Auszug findet man auf der Homepageseite Ahnengemeinschaften.
15. Das Hamburger Original "Aale-Aale"
Interessant ist auch, dass unser Verwandter Karl Wilhelm SCHREIBER (*18.10.1892 in Dresden; +30.10.1970 Hamburg), ein geborener Sachse, zu den bekannten Hamburger Originalen gezählt wird. (siehe Ahnengemeinschaften)
16. Schokolade, Vitamine und Atomkraft
Nun ja, es ist wie es ist. Jetzt ist die eigene Familienforschung von der Schokoladenfabrik des Herrn PETZOLD, über den Vitaminforscher SCHEUNERT, zu "Hitlers Bombe" gelangt.
Die Zusammenhänge erkennt man auf der Seite Ahnengemeinschaften.
17. Die "Hessische Bleiche" - Das Schloss Wernersdorf im Hirschberger Land
Während der Recherche zu weiteren Verwandten aus Johanngeorgenstadt, bin ich auf eine OESER / HESS -Nachfahrenlinie gestoßen, welche nach Schlesien zum Schloss Wernersdorf ins Hirschberger Land nach Schlesien führt (siehe Seite Namensträger/Erfinder und Seite Ahnengemeinschaften)
18. August UHLMANN und das Köstritzer Schwarzbier
Durch August UHLMANN wurde die Fürstlich Reußische Bierbrauerei in Köstritz (Bad Köstritz) als Nachfolger der „Köstritzer Erbschenke“ gegründet. Ob zu August UHLMANN eine verwandtschaftliche Beziehung besteht, konnte noch nicht erforscht werden.
Jedoch hat unsere Verwandte Martha SCHREIBER (1887-1971) im Jahr 1909 den Gutsverwalter und gleichnamigen Neffen des Köstritzer Brauereipächters Rudolf ZERSCH (1845-1907) geheiratet. Der Cousin Ihres Ehemannes Rudolf ZERSCH (1879-1940), der nachfolgende Köstritzer Brauereibetreiber und Besitzer der Schlösser Crossen und Hartmannsdorf, hieß ebenfalls Rudolf ZERSCH (1881-1939).
(siehe Seite Ahnengemeinschaften)
19. Urururomas Geschwister im Elsaß
Urururoma Johanna Carolina ULLMANN (geb. HUNGER) hatte mindestens 10 Geschwister. Während der Kirchenbuchrecherche zu den Taufpaten ihres Sohnes bzw. unseres Ururopas, bestätigte sich die verwandschaftliche Beziehung zum Pächter des Rittergutes Sachsenfeld, Herrn Gotthilf Traugott GROß (weitere Infos siehe Seite Ahnengemeinschaften). Er war der (angeheiratete) Onkel unserer Urururoma.
Mit der Recherche bestätigte sich auch, daß mindestens zwei ihrer Geschwister ins Elsaß (heute Frankreich) ausgewandert sind. Deren Nachfahren leben heute vermutlich auch in der Schweiz.
20. Sauerstein - vom hochadeligen Jäger zum Handschuhfabrikanten
Die Schwester der Uroma unseres Ururopas Friedrich Anton ULLMANN, war Christiane Friederike FICKER, welche den Enkel des hochgräflichen Waldförsters oder hochadeligen Jägers, in Diensten der Familie von ZEDWITZ, den Carl Anton SAUERSTEIN heiratete. In Böhmen werden die Enkel- und Urenkel dieses Ehepaares als Schlosser- Spengler- und Flaschnermeister, später auch als Steingut-, Löffel- und Handschuhfabrikanten genannt. (siehe Seite "Ahnengemeinschaften")
21. Das böhmische ULLMANN-Familienwappen mit sächsischen Ursprung
Weitere Recherchen haben ergeben, dass es ein nordböhmisches Familienwappen der aus Sachsen stammenden ULLMANN-Familie gibt. Vermeintlich soll das sächsische Familienwappen bereits um 1450 bekannt gewesen sein. Ein genanntes Wappen enthält neben dem Bär als Wappentier auch die Farben Schwarz und Gold, welches eventuell die Farben des sächsischen Landeswappens darstellen könnten. Der Bär auf goldenem Grund ist auch in Familienwappen von ULLMANN/UHLMANN-Familien in der Schweiz vorhanden. Weitere ULLMANN- Familienwappen sind bekannt.
Ein fast identisches "Bären"-Wappen wird durch die Familie FEUERLEIN (Feyerle/Feyerlein) geführt, welches um 1750 Erwähnung findet und um 1551 verliehen worden sein soll. Wappenähnlichkeiten kommen auch bei anderen Familiennamen vor, scheinen aber insbesondere bei ULLMANN v.s. FEUERLEIN sehr deutlich zu sein. Eine mögliche Ursache hierfür konnte nun recherchiert werden.
Es besteht die Möglichkeit, dass dieses ULLMANN-"Bären"-Familienwappen aus dem Jahre 1450 durch den im Jahr 1413 in Neuses bei Kronach ansässigen Bauer ULLEIN FEYERLE geführt wurde, welcher der Sohn eines 1380 in Roth bei Nürnberg lebenden Gastwirts und Bauern war. Der Enkel dieses ULLEIN FEYERLE hiess auch ULLEIN FEYERLE und war Bauer in Schaftnach bei Schwabach. Letztgenanntem ULLEIN FEYERLE sein Sohn Hans (der Ältere) FEYERLE (+ Roth bei Nürnberg, 12.September 1562) erhielt am 15. Juni 1551 im Namen des Kaisers Karl V. den Wappenbrief FEUERLEIN.
Sollte der oberfränkische ULLEIN FEYERLE ein Vorfahr der sächsisch-nordböhmischen ULLMANN-Wappenträger sein, wäre dies eine Erklärung für die fast identischen und gemeinsam genutzten Familienwappen ULLMANN und FEUERLEIN.
Ob bereits vor 1450 die Familie ULLEIN?/ULLMANN und vor 1551 die Familie FEYERLE/FEUERLEIN das gleiche "Bären"-Wappen führten, ist noch unbekannt.
22. Weitere ULLMANN-Wappen
Auf der Homepageseite Namensträger wird zur wahrscheinlichen Abstammung der adeligen Familie ULLMANN de Baranyavar berichtet. Das Wappen der Familie beinhaltet unter anderem die drei Sterne, welche auch durch die jüdischen ULMO-GÜNZBURG- bzw. ULLMANN-Famillien in Schwaben im Wappen geführt wurden. In Augsburg-Pfersee/Kriegshaber sind diese "Drei-Sterne-Wappen" noch heute zu finden. Der abgebildete Löwe könnte eventuell in Abwandlung zu dem sächsisch-böhmischen ULLMANN Wappen- Bären oder auch zur teilweise in Schweizer Wappen befindlichen Bracke gesehen werden?
Die bürgerlichen Wappen von Jörg Ulman um 1545 Mitglied der Schneider-Innung und Ratsmitglied in Augsburg und Franz Ulman im 16.Jh. Mitglied des Größeren Rats in Nürnberg sehen auf dem ersten Blick nicht identisch aus. Auffällig sind jeweils die beiden Ringe und die beiden Stäbe im Wappen von Jörg Ulman bzw. die Ringe der Brille und der nach links und rechts abweisende Gurt bzw. Gürtelschal im Wappen von Franz Ulman.
Im Ort Elbogen (tschechisch: Loket) lebte auch eine Familie ULLMANN.
Im Jahr 1880 wurde Emanuel Edler v. ULLMANN (*22.03.1833 in Elbogen, +09.10.1893 in Salzburg als k.&k. Oberstleutnant, oo am 20.02.1872 in Salzburg mit Louise HOFMANN) nobilitiert.
Auch beim aus dem Jahr 1880 stammenden Adelswappen finden sich zwei Kreise, dort dargestellt als blühendes Edelweiss auf einem Hügel.
Sein Adelswappen beinhaltet auch das Symbol des Stadtwappens von Elbogen, den aufruhenden Schwertarm.
Bereits die Ururgroßeltern von Emanuel Ullmann sollen im Egerland gelebt haben.
Ob die vermuteten Wappen-Verwandtschaften durch professionelle Heraldiker oder durch Informationen der wappenführenden ULLMANN-Familien bestätigt werden können, bleibt abzuwarten. Für Hinweise und Richtigstellungen zum Thema Wappenkunde ist der Autor dankbar.
Wie die familiären Zusammenhänge zu den in den Nachbarorten ansässigen ULLMANN-Familien (Bär im Familienwappen) oder zu Schweizer ULLMANN Familien waren, habe ich noch nicht recherchieren können.
23. Pressenotizen zu "jüngeren" Vorfahren wurden gefunden
(siehe Scan´s auf der Seite Spitzenahnenliste)
24. Unsere Verwandten in den USA - Auswanderer aus dem Erzgebirge
Zwischenzeitlich haben wir aus den USA den Scan des Letzten Willens und Testamentes unseres Urururgrossonkel´s William SOLBRIG erhalten und bisher ca. 300 (!) seiner Nachfahren ermitteln können. Ebenso konnte in amerikanischen Archiven nachgewiesen werden, dass der in Sachsen geborene William SOLBRIG und sein Neffe Freimaurer waren.
25. Unser Vorfahr Oswald ULMAN(N) aus Lauter könnte identisch mit dem gleichnamigen Rechenmeister aus Freiberg sein!
Der bisher vermutete eigene Spitzenahn Oswald ULMAN(N), welcher am 14.07.1582 in Lauter in Sachsen begraben wurde, wird in den ersten evangelischen Kirchenbüchern von Lauter als Vater bei Heiraten oder Taufen erwähnt. Auch wurde er in dortigen Gerichtsdokumenten als Vater des im Nachbarort Sachsenfeld im Jahr 1572 ermordeten Melicher ULLMANN genannt. Dass er in Lauter geboren wurde, ist eher unwahrscheinlich.
Zur gleichen Zeit lebte auch der Rechen- und Schulmeister Oswald ULMAN(N) (+vor 1587). Ob dieser mit unserem in Lauter genannten Oswald ULMAN(N) (+1582) identisch war, wird noch erforscht. Dieser Rechenmeister Oswald ULMANN war gemeinsam mit seinem verwandten Caspar THIERFELDER Schüler bei unserem Ahnen Adam RIES. Die Schul- und Rechenmeister ULMANN und THIERFELDER wuchsen vermutlich im gleichen Ort im Erzgebirge auf und waren später beide Rechenmeister in Freiberg in Sachsen. Gemeinsam schrieben sie das Rechenbuch "Newes Kunst-Rechenbuch auf der Linie und Feder, Freybergk 1564, gedruckt bey Jakub Bärwald in Leipzig". In der "Vorrede" des gemeinsamen Rechenbuchs beschreiben diese kurz ihre verwandte familiäre Beziehung und erwähnten auch Adam RIES als ihren persönlichen Lehrer (Preceptor).
In Caspar THIERFELDERs späterem Rechenbuch "Arithmetica oder Rechenbuch auff den Linien und Ziffern, Nürnberg 1587" beschreibt dieser in der Vorrede, dass Oswald ULMANN sein Vetter (Cousin) war und schon verstorben sei.
Bedingt durch die damaligen Wirren von Reformation und Gegenreformation war THIERFELDER auch beruflich in Steyr in Oberösterreich aktiv. In Freiberg bzw. Meißen in Sachsen und in Steyr arbeitete auch sein Verwandter Basilius CAMERHOVER (KAMMERHOFER) und auch sein ebenfalls aus Freiberg stammender Schwager(?) Christoph ULLMANN.
26. Die Vorfahren der ULLMANN- Bergmeister aus Neudek stammen aus Lauter?
Im Jahr 1899 wurde im Buch "Genealogie und Heraldik bürgerlicher Familien" die Abstammung der Neudeker "Bergmeisterfamilie" ULLMANN vom Bäcker Christof ULLMANN (*um 1665) dargestellt. Dieser Bäcker Christoph ULLMANN wurde tatsächlich 1670 in Neudek geboren und war der Sohn von Hans ULLMANN (*Trinksaifen 18.04.1641, + Neudek/Trinksaifen 30.10.1714). Hans sein Vater war Martin ULLMANN (*Trinksaifen 22.10.1605, +Trinksaifen 23.02.1679). Martin war der Sohn aus der zweiten Ehe von Blasius ULMAN "aus der Lauter" (*um 1556, +Trinksaifen 21.06.1621) mit Eva SCHMELZER (*um 1569, +Trinksaifen 30.03.1645). Blasius ULMAN kam somit aus Lauter und wurde ab 1584 in Trinksaifen erwähnt. Vermutlich war er mit seiner ersten Frau Anna (* um 1561, +22.06.1603 Trinksaifen/Neudek) von Lauter nach Trinksaifen umgezogen.
Die Eltern und Geschwister von Blasius ULMAN sind noch nicht nachgewiesen. Anhand von Taufeinträgen kann man vermuten, dass Wolff ULMAN (*um 1550, erwähnt 1585 in Wiesenthal, 1591 in Hochofen, 1613 in Trinksaifen?) auch zur nahen Familie (ein Bruder?) gehörte. Ebenso kann ein Simon ULMAN (*um 1555, nach 1578 Blechschmied in Hochofen, Taufpatin seiner Tochter Catharina im Jahr 1581 war die Gräfin von SCHLICK) der Familie zugeordnet werden. Falls dieser Simon als Bruder von Blasius ULMAN bestätigt würde, dann wäre der Vater von Blasius identisch mit dem bereits bekannten Vater von Simon, dem Asmi ULMAN von St. Annabergk (Asmus ULMAN, vermutlich aus dem nahegelegenem Annaberg im Erzgebirge). Asmi ULLMAN spielt somit eine gewisse Schlüsselrolle, wenn es um die weitere Zuordnung von verschiedensten ULLMANN-Familienzweige geht. Ebenso könnte eine verwandtschaftliche Beziehung zu den beiden miteinander verwandten Rechenmeistern Oswald ULLMANN und Caspar THIERFELDER vermutet werden, welche durch Adam RIES in Annaberg in der Rechenschule ausgebildet wurden.
27. Weitere Ahnengemeinschaften in den USA - Recherchen zu Vorfahren aus der deutsch-böhmischen Region - "neue" Vorfahren mit dem Namen HUSS - Könnte der "Ketzer" Jan HUS(S) dieser Familie zuzuordnen sein?
- demnächst mehr -
28. Die Familie Rappolt / Rappold
- demnächst mehr -
29. Die Familiennamen OLMI-ULMUS-ULMIUS könnten eventuell auch den Ursprung späterer ULM/ULMANN/UHLMANN/ULLMANN-Familienzweige begründen?
30. Der Vater des späteren polnischen Königs bzw. der spätere Großvater der Ehefrau von Ludwig XV. von Frankreich hatte im Jahr 1681 unserem vermeintlichen Vorfahren Georg FROMMELT (*um 1630) den Hausverkauf in Lissa urkundlich genehmigt.
Georg FROMMELT (*um 1630) lebte im Jahr 1681 als ehrbarer Bäckerältester (Obermeister/Zunftmeister) und vermutlicher Hoflieferant in Lissa, er besaß mindestens ein Eckhaus, welches er nicht ohne die Genehmigung der Obrigkeit verkaufen konnte. Ob er direkt nach dem Verkauf nach Niederschlesien umgezogen ist, konnte noch nicht nachgewiesen werden. Die Genehmigung für den Hausverkauf hatte ihm der Vater des späteren polnischen Königs persönlich erteilt.
Transkript der deutschsprachigen Papierdokument-Urkunde des Grafen Rafael Andrezej LESZCZYNSKI (1650-1703) aus dem Jahr 1681:
„Raphael, Graf und Erbherr zu und auf Lissa, Herr auf Schmiegel, Reisen, Saborowa und der Herrschaft Bohli, der Kron Polen Instigator, [Starost] zu Fraustadt und Moscie etc. Gubernator etc. und künftige Grafen und Erbherrn zur Lissa bekenne: Demnach Ich aus besonderer Gnaden, damit Ich vor mich, meine Erben und Erbnehmer, dem ehrsamen Georg Frommelten, Bürger und Bäckerältesten in Lissa, wegen seiner Meiner und Unserem Gräflichen Hause, auch gemeiner Stadt Lissa jederzeit geleisteten treuen Diensten wohl zugethan bin, zulasse: Dass er sein auf der Judengasse allhier gegenüber der Juden Fleischbänken neben Juden Jacob Daniel Hause angelegenes Eckhaus wiederum an einen Juden käuflich überlassen möge. Und zwar, wiewohl hierentgegen nicht unerhebliche Einsage geschehen: Angesehen auf diese Zeit die Judenschaft hierselbst ohnedies der Bürgerschaft zur Lissa wegen der Ausbreitung der Juden in die dreimal und mehr Haeuser, als sie vor Jahren in possess [Besitz] hatte, mehr allzukläglich bedränget würde; an Mich derowegen [deswegen] supplicirende [bittend], ihnen Juden auch keines Fußes breit bei der Stadt mehr einzuräumen:
Raphael Graf auf Lissa“
Was der Text bedeutet:
Hier ist die Erläuterung, wie nah sich Graf und Bäcker damals standen:
31. Die Familien LÖBEL / LÖBL und KESSELHUT / KETELHODT
Jozef ULMA (*1900, +1944) und seine Ehefrau Wiktoria ULMA (geb. Niemczak, *1912, +1944) versteckten während der Besatzung im dritten Reich Juden und wurden dafür mit ihren sechs Kindern Stanislawa, Barbara, Wladyslaw, Franciszek, Antoni und Maria (und einem ungeborenen) von der deutschen Gendarmerie ermordet. Sie wurden 1995 als „Gerechte unter den Völkern“ geehrt und im September 2023 von der katholischen Kirche seliggesprochen. Ihr Schicksal steht heute symbolisch für den polnischen Widerstand und die Tragik der Besatzungszeit.
Warum nannte man sie auch „Taubdeutsche“ (Gluchoniemcy)?
Die Walddeutsche Familie ULMA
Der Name leitet sich vom deutschen Namen ULMAN/ULLMANN ab. Erste regionale Erwähnungen von Personen namens ULMAN finden sich in den Gerichts- und Steuerbüchern der Herrschaft Lancut im 15. Jahrhundert. Die Familie ist vermutlich bereits seit der Gründungsphase (um 1381) fest im Dorf Markowa verwurzelt.




















